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In den Medien:

"Das mentale Leben von Mensch und Tier"

Ein Artikel in Die Presse vom 06. Juni 2010
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Warum wir uns für Hunde interessieren...

Hunde sind ein Teil unserer menschlichen Welt geworden, nachdem vor ca. 15.000 Jahren ihre Domestikation begann. Sie werden nicht nur trainiert, sondern auch schon gezüchtet, um mit uns zu kooperieren und zu kommunizieren, um unser Verhalten zu deuten, aber auch um von uns zu lernen und für uns zu arbeiten. Für die außergewöhnliche Fähigkeit des Hundes mit dem Menschen besser als jedes andere Tier zu kooperieren, bieten sich drei Erklärungen an:

Erstens hat der Hund von seinen ursprünglichen Vorfahren – den Wölfen, die wahrscheinlich wie der heutige Wolf in Familiengruppen gelebt und gemeinsam gejagt haben – möglicherweise bereits die Fähigkeit geerbt, sich in seiner neuen Familiengruppe, die heute von den Menschen gebildet wird, zurechtzufinden, sich mit ihrem Verhalten zu synchronisieren und mit ihren Mitgliedern zu kooperieren.

Zweitens haben Hunde während ihres Domestikationsprozesses auch neue Fähigkeiten entwickelt, die es ihnen ermöglichen, mit dem Menschen sogar auf eine Art und Weise zu kommunizieren und zu kooperieren, die dem Wolf nicht gelingt. Zumindest scheinen einige Studien, die die Unterschiede zwischen Hunden und Wölfen systematisch untersucht haben, dies anzudeuten – sogar unter der Voraussetzung, dass beide Arten vom Menschen aufgezogen wurden. Drittens wurden und werden Hunde von Generation zu Generation bewusst und unbewusst vom Menschen trainiert, lernen dabei aber auch, sich in dessen Umfeld kooperativ zu verhalten.

Aus all dem kann gefolgert werden, dass sich Hunde gut für Studien über individuelles und soziales Lernvermögen eignen.